Das Google Pixel Tablet weckte bei seiner Ankündigung großes Interesse: Ein Gerät, das Tablet und Smart-Home-Display zugleich sein kann, mit hochwertiger Integration in Google-Dienste. Doch kann es in der Praxis überzeugen – oder sind Designideen und Versprechen größer als die Realität? In diesem ausführlichen Testbericht schauen wir genau hin.
| Hersteller | |
|---|---|
| Modell | Pixel Tablet |
| Erscheinungsjahr | 2023 |
| Displaygröße | 10,95 Zoll |
| Auflösung | 2560 × 1600 Pixel |
| Bildwiederholrate | 60 Hz |
| Prozessor | Google Tensor G2 |
| Arbeitsspeicher | 8 GB RAM |
| Speicheroptionen | 128 GB / 256 GB |
| Betriebssystem | Android |
| Besonderheit | Speaker Charging Dock |
| Kameras | 8 MP Front / 8 MP Rück |
| Gewicht | ca. 493 g |
Design & Verarbeitung
Das Pixel Tablet liegt angenehm in der Hand: Mit einem Gewicht von knapp 500 Gramm und schlanken Abmessungen wirkt es nicht wuchtig, sondern elegant und handlich. Das Gehäuse besteht aus recyceltem Aluminium, die matte Oberfläche ist resistent gegen Fingerabdrücke. Die Verarbeitung fühlt sich insgesamt hochwertig an, mit abgerundeten Kanten und einem schlichten, aber modernen Design.
Ein besonderes Merkmal ist die magnetische Verbindung zum Speaker Charging Dock. Wird das Tablet dort angedockt, übernimmt der Dock die Klangwiedergabe und sorgt für konstantes Laden. Das Einrasten funktioniert zuverlässig, das Entfernen erfordert jedoch etwas Fingerspitzengefühl. Der Nachteil: Ohne das Tablet hat der Dock keine eigene Funktion, er ist rein auf die Nutzung mit dem Pixel Tablet ausgelegt.
Display & Klang
Das Display misst 10,95 Zoll, hat eine Auflösung von 2560 × 1600 Pixeln und bietet klare, farbenfrohe Darstellungen. Mit einer Bildwiederholrate von 60 Hz ist es solide, aber nicht auf dem Niveau von Premium-Geräten, die mittlerweile 90 oder 120 Hz bieten. Für Streaming, Surfen und Lesen reicht es völlig aus, bei schnellen Bewegungen oder Gaming ist der Unterschied jedoch sichtbar.
Beim Klang zeigt sich der große Vorteil des Docks: Während die eingebauten Lautsprecher im Tablet ordentlichen, aber nicht überragenden Sound liefern, sorgt der Dock für kräftigen Bass und raumfüllende Wiedergabe. Die Umschaltung zwischen Tablet- und Dock-Lautsprechern erfolgt automatisch und ohne Verzögerung.
Leistung & Technik
Im Inneren arbeitet Googles Tensor-G2-Chip, kombiniert mit 8 GB RAM und wahlweise 128 oder 256 GB Speicher. Für Alltagsaufgaben wie Surfen, Streaming oder E-Mails ist die Leistung völlig ausreichend. Das Tablet reagiert zügig, und Multitasking mit mehreren Apps funktioniert meist reibungslos.
Bei rechenintensiven Anwendungen wie 3D-Spielen oder längerer Videobearbeitung stößt das Gerät jedoch an seine Grenzen. Unter Last erwärmt es sich spürbar, und die Performance kann zeitweise nachlassen. Zudem gibt es keine Option für mobiles Internet über LTE oder 5G – das Pixel Tablet ist auf WLAN angewiesen.
Software & Bedienung
Das Tablet läuft mit einer speziell für große Displays optimierten Android-Version. Die Bedienung wirkt vertraut und intuitiv, insbesondere für Nutzer, die bereits andere Pixel-Geräte verwenden. Funktionen wie Split-Screen, Multi-User-Profile oder die Integration des Google Assistant sind im Alltag praktisch und durchdacht umgesetzt.
Die größte Schwäche zeigt sich bei den Apps: Viele Android-Anwendungen sind nicht auf Tablets angepasst. Manche wirken wie vergrößerte Smartphone-Apps mit unausgenutztem Platz. Hier besteht weiterhin Nachholbedarf, um das volle Potenzial auszuschöpfen.
Positiv hervorzuheben ist Googles Versprechen regelmäßiger Updates, das dem Tablet langfristig Sicherheit und neue Funktionen garantiert.
Akkulaufzeit im Alltag
Google wirbt mit einer Videowiedergabe von bis zu 12 Stunden. In Tests liegt die tatsächliche Laufzeit zwischen 8 und 10 Stunden bei normaler Nutzung, je nach Helligkeit und Belastung. Bei intensiven Anwendungen kann der Akku deutlich schneller leer sein.
Das ständige Andocken an die Ladestation löst dieses Problem im Alltag jedoch weitgehend. Wer das Tablet hauptsächlich zu Hause nutzt, wird die Akkulaufzeit selten als Einschränkung empfinden. Für längere Einsätze unterwegs ohne Ladegerät ist es allerdings nicht die beste Wahl.
Kameras & Videokonferenzen
Sowohl die Front- als auch die Rückkamera bieten jeweils 8 Megapixel. Für Fotos sind die Ergebnisse durchschnittlich und nicht mit modernen Smartphones vergleichbar. Für Videotelefonie oder Online-Meetings ist die Frontkamera jedoch mehr als ausreichend. Praktisch ist die automatische Gesichtserkennung, die dafür sorgt, dass man im Bild stets im Fokus bleibt.
Besonderheiten & Alleinstellungsmerkmale
Das Alleinstellungsmerkmal des Pixel Tablets ist eindeutig das Dock. Im angedockten Zustand verwandelt sich das Gerät in ein Smart-Home-Display, ähnlich wie ein Nest Hub. Mit Google Assistant, Smart-Home-Steuerung und ständiger Ladefunktion ist es eine clevere Lösung für den Alltag.
Allerdings sind die Möglichkeiten begrenzt: Der Dock hat keine eigene Funktion, sobald das Tablet abgenommen wird, und der Blickwinkel lässt sich nicht verstellen. Dennoch: Für Haushalte, die stark im Google-Ökosystem integriert sind, ist es ein echter Mehrwert.
Kritik & Schwächen
Natürlich ist nicht alles perfekt. Besonders auffällig sind die folgenden Punkte:
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Das 60-Hz-Display wirkt im Vergleich zur Konkurrenz veraltet.
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Unter starker Last treten Wärmeprobleme und Performanceeinbrüche auf.
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Viele Android-Apps sind nicht für Tablets optimiert.
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Die Akkulaufzeit bleibt hinter der Konkurrenz zurück.
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Der Dock ist unverzichtbar für die volle Funktionalität, ohne ihn fehlt ein Teil des Mehrwerts.
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Kein Mobilfunk, was die Nutzung unterwegs einschränkt.
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Die Kameras sind nur für Basisaufgaben geeignet.
Fazit: Hält es, was Google verspricht?
Das Google Pixel Tablet ist ein spannendes Konzept, das Tablet und Smart-Home-Display in einem Gerät vereint. Es überzeugt durch hochwertiges Design, solide Software und clevere Dock-Integration. Besonders im Wohnzimmer oder in der Küche macht es als ständiger Begleiter und Steuerzentrale für das smarte Zuhause eine gute Figur.
Doch es bleibt ein Gerät mit Kompromissen. Wer höchste Performance, flexible Nutzung unterwegs oder ein hochauflösendes Display erwartet, wird nicht vollends zufrieden sein. Für Alltagsnutzer, die vor allem ein solides Tablet mit Smart-Home-Mehrwert suchen, ist es jedoch eine interessante Wahl.
Kurz gesagt: Ja, das Pixel Tablet hält vieles von dem, was Google verspricht – aber nicht alles. Es ist weniger ein Alleskönner, sondern vielmehr ein Nischenprodukt für Nutzer, die Googles Ökosystem aktiv verwenden und Wert auf die Dock-Integration legen.
FAQs
Ist das Google Pixel Tablet für unterwegs geeignet?
Das Tablet ist eher für den Einsatz zu Hause gedacht. Da es keine LTE- oder 5G-Unterstützung bietet, ist es unterwegs stark auf WLAN angewiesen.
Wie gut ist die Akkulaufzeit im Alltag?
Im Durchschnitt hält der Akku etwa 8 bis 10 Stunden. Wer das Tablet regelmäßig im Dock nutzt, hat jedoch kaum Probleme mit leerem Akku.
Kann das Pixel Tablet ein iPad ersetzen?
Für einfache Aufgaben wie Surfen, Streaming oder Videocalls reicht es aus. Für Profi-Anwendungen und kreatives Arbeiten ist ein iPad oder ein High-End-Tablet jedoch besser geeignet.
Was ist der größte Vorteil des Pixel Tablets?
Das herausragende Feature ist die Dock-Integration, die das Tablet in ein Smart-Home-Display verwandelt und dauerhaft geladen hält.

